Von der Brücke zum Flugzeug und in Zukunft zum Automobil vollzieht sich eine technische Entwicklung, die eine beständige Miniaturisierung zentraler Komponenten und eine kontinuierliche Steigerung der Sensoranzahl erlaubt. Führt man diesen Prozess gedanklich fort, ergibt sich die Vorstellung eines sensorischen Materials, in dem anwendungsbezogene Eigenschaften und sensorische Fähigkeiten vereinigt sind: Die sensorische Funktion wäre Merkmal des Werkstoffes und nicht des Bauteils, das Material könnte als intelligentes Halbzeug eingesetzt werden. Auf dem Weg dorthin können Abstufungen identifiziert werden. Diese sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Klasse
Bezeichnung
Beschreibung
1
Sensorbestückte Strukturen
Konventionelle Bauteile, die durch Fügeoperationen mit externen Sensoren ausgestattet wurden.
2
Strukturen mit integrierten Sensoren
Materialien und Fertigungsprozesse werden adaptiert, um separat gefertigte Sensoren in das Material integrieren zu können. Das Ergebnis sind Werkstoffverbunde (makroskopische Hybride).
3
Sensorische Materialien
Materialien,
• die aufgrund des zu detektierenden äußeren Einflusses eine innere Eigenschaftsänderung erfahren, die den Nachweis des ursprünglichen Einflusses durch separat gefertigte Sensoren erlaubt

• die strukturelle und sensorische Funktionen übernehmen (Verbund- bzw. Hybridwerkstoffe auf mikroskopischer Ebene).